Achal-Tekkiner - Rasseportrait

Der Achal-Tekkiner hat ein sehr markantes Aussehen, das ihn von anderen Pferderassen deutlich unterscheidet: Langbeinig und mit langem Rücken wird er zwischen 1,54 und 1,64 m gross. Der Kopf ist edel geformt, mit intelligenten oft mandelförmigen Augen und hoch angesetztem Genick. Langer Rücken mit einer leicht abfallenden Kruppe. Trockene Beine, harte Hufe und außergewöhnliches Durchhaltevermögen zeichnen ihn aus. Eine Besonderheit ist das metallic-schimmernde Fell mit einer großen Farbvielfalt. Das Spektrum reicht von den Grundfarben bis hin zu Farben, die durch ein Aufhellungsgen enstehen: Falben, Palominos, Cremellos und Perlinos. Die leichtfüßigen Gänge mit aktiver Hinterhand machen den Achal-Tekkiner zu einem bequemen und vielseitig einsetzbaren Partner in Freizeit und Sport: Distanz, Show-Reiten, Dressur und Springen. Der Gesamteindruck ist erhaben und elegant mit aufmerksamen Augen und feinem seidigen Fell und athletischer Statur. Die Achal-Tekkiner-Zucht basiert auf 18 Vaterlinien, wenige davon sind selten und wenig bekannt. 

Ein Beispiel ist der Achal-Tekkiner-Hengst Absent. Er gewann 1960 die Goldmedaille in der Dressur bei den Olympischen Spiel in Rom; Silber in Tokio, Bronze in Montreal und ist mit drei aufeinander folgenden Medaillen das erfolgreichste Olympia-Pferd.

Geschichte der Achal-Tekkiner 

Seit etwa 30 Jahren erregt eine der ältesten und schönsten Pferderassen der Welt auch in unseren Breiten großes Aufsehen. Die Achal-Tekkiner sind hochnoble Vertreter einer über 2.000 Jahre alten Zucht. Die Eleganz ihrer Bewegungen und das besondere Aussehen üben auf den Betrachter eine große Faszination aus. 
Der turkmenische Nomadenstamm der Tekke hat dieser Rasse den Namen gegeben. 
Häufig werden diese Pferde als Windhunde unter den Pferderassen bezeichnet. Typisch für sie ist ein meist goldener Metallschimmer, der dem Fell einen ungewöhnlichen Glanz verleiht. 
Die Achal-Tekkiner sind nachweislich eine der ältesten Pferderassen der Welt und Mitbegründer der Vollblüter. Durch Kriege, Handel und Wanderungen verbreiteten sich die edlen, markanten Pferde fast in der ganzen damals bekannten Welt. 
Das turkmenische Volk konnte unter der zaristischen Kolonialherrschaft nicht sehr viel zur Bewahrung seiner bekannten Pferde tun. Engagierte Pferdeleute erkannten die bedrohliche Situation und retteten die noch vorhandenen Pferde für die Zucht. Ein zäher Überlebenskampf der Rasse begann Ende des 19. Jh. und hatte mit dem historischen Ritt Aschchabad-Moskau 1935 seinen Höhepunkt. Über 4.300 km, davon fast 1.000 km durch menschenleere Wüstengebiete, ritten verzweifelte Kolchosbauern der turkmen. Republik in 43 Tagen nach Moskau um auf die schlimme Situation der Achal-Tekkiner aufmerksam zu machen. Noch während des Rittes wurde ein Plan zur Entwicklung der Tierzucht in Turkmenien beschlossen und somit die Weichen zum Erhalt dieser einzigartigen und wertvollen Rasse beschlossen. Selbst heute gibt es weltweit lediglich ca. 3.000 Achal-Tekkiner.